Unter den europäischen Bässen wird der Italiener Antonio de Gobbi besonders seiner Vielseitigkeit und seiner musikalischen und darstellerischen Interpretation des Opernrepertoires wegen geschätzt. Er ist ein gesuchter Mitwirkender für CD-Produktionen und Fernsehübertragungen.

Nach seinem Studium am Conservatorio di Parma bei M° Sandrini debütierte er an der Mailänder Scala und arbeitet seitdem mit den renommiertesten Dirigenten und Regisseuren der italienischen und internationalen Szene, wie Liliana Cavani, Jonathan Miller, Graham Vick, Giorgio Strehler, Giuseppe De Simone, Pier Luigi Pizzi, Hugo de Ana. Besonders die Zusammenarbeit mit großen Regisseuren hat seine Vielseitigkeit in der Interpretation der unterschiedlichsten Charaktere (vom komischen bis ins dramatische Fach) gestärkt und perfektioniert.

Er ist an den wichtigsten italienischen Theatern aufgetreten: Bohème, Tosca und Italiana in Algeri in Venedig, Nabucco an der Arena di Verona, Un Ballo in Maschera am Filarmonico di Verona, Aida beim Festival Avanches, Il Trovatore in Ravenna sind nur einige der Highlights der letzten Jahre. Er hat beim Maggio Musicale Fiorentino den Macbeth unter James Colon interpretiert, Un Ballo in Maschera und Idomeneo unter Simon Bichkov gesungen, Die Meistersinger mit Zubin Metha, La Forza del Destino mit Valere Gergiev an der Accademia di Santa Cecilia, Verdis Requiem mit dem London Simphony Orchestra in Brüssel und das Stabat Mater von Rossini bei der Eröffnung des europäischen Parlaments in Strasbourg.
Über mehrere Saisonen hindurch war er Gast des Teatro alla Scala und hat dort unter anderem Rigoletto und Traviata unter Riccardo Muti, l'Incoronazione di Poppea mit Zedda, La Fanciulla del West mit Giuseppe Sinopoli oder Lucrezia Borgia mit Gian Luigi Gelmetti mit großem Erfolg interpretiert.

Mit le Nozze di Figaro unter dem Dirigat von M° Pinzauti und der Regie von Pier Paolo Pacini hatte er in der Rolle des Conte einen seiner größten Erfolg - nicht nur wegen seiner stimmlichen Möglichkeiten, sondern auch wegen seiner herausragenden szenischen Umsetzung.

Antonio de Gobbi hat eine Vielzahl an CDs aufgenommen. Er wirkte außerdem bei vielen Fernseh- und DVD-Produktionen sowie einer Vielzahl von Kulturevents mit:
  • "Rigoletto" (SONY, Muti-Alagna-Bruson-De Gobbi);
  • Rossinis "Il Turco in Italia" (KIKKO RECORDS, Pinzauti-De Gobbi- Marrocu);
  • Winters "Maometto" (NAXOS, Bellini, Borsi-Salsi-De Gobbi);
  • Rossinis "Maometto II" (NAXOS);
  • RAI 3 TV Bachs "Magnificat" zur Eröffnung der Basilica di Santa Maria Maggiore beim "Jubileum 2000", Orchester und Chor der Accademia di Santa Cecilia unter G. Mega;
  • RAI TV "Rigoletto" an der Mailänder Scala;
  • RAI TV "Die lustige Witwe" an der Arena di Verona
  • RAI TV "Un Ballo in Maschera" in Florenz;
  • RAI RADIO 3 "Rigoletto", "Lucrezia Borgia", "La Fanciulla del West" an der Mailänder Scala;
  • RAI RADIO 3 "Turandot" mit dem Maggio Musicale Fiorentino;
  • RAI RADIO 3 "Otello" am Teatro di San Carlo in Neapel;
  • RAI RADIO 3 "Trittico" am Teatro dell'Opera in Rom.